Die Kündigung aus arbeitsrechtlicher Perspektive

Vergleich der ordentlichen mit der außerordentlichen Kündigung

Bei einer Kündigung handelt es sich um eine einseitige Willenserklärung zur Beendigung eines Vertragsverhältnisses. Eine Kündigung bedarf immer der Schriftform und muss unterschrieben sein, ansonsten ist diese unwirksam. Die beiden Vertragsparteien verfügen über die Freiheit zu kündigen, entweder außerordentlich oder ordentlich, unter Einhaltung vereinbarter oder gesetzlicher Fristen. 

Kraft einer außerordentlichen Kündigung wird das Arbeitsverhältnis ohne die eigentlich vorgesehene Kündigungsfrist gekündigt, es muss allerdings ein triftiger Grund vorliegen. Dieser Grund ist im Gros der Fälle vertragswidriges Verhalten, welches eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht, zum Beispiel schwere Beleidigung, nichtgezahlte, erhebliche Lohnrückstände oder Diebstahl. 


Die verschiedenen Kündigungsarten und der Kündigungsschutz

Wird durch Arbeitnehmer gekündigt, erfordert das die Schriftform, aber sie müssen es nicht begründen. Aber zweifellos müssen diese die in Tarif- oder Arbeitsverträgen festgelegten Kündigungsfristen oder die gesetzliche, von vier Wochen bis zum 15. oder den letzten Tag des Monats. einhalten. Doch erfolgt die Kündigung stattdessen in der Probezeit, beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. 

Die Anforderungen an Kündigungen durch den Arbeitgeber sind weit größer. Oft genug fallen Arbeitsverhältnisse unter das Kündigungsschutzgesetz, in diesem wird zwischen personenbedingten, verhaltensbedingten und betriebsbedingten Kündigungen differenziert. Gesetzt, dass ein Personal- oder Betriebsrat existiert, muss dieser angehört werden und in besonderen Fällen braucht der Arbeitgeber gar dessen Zustimmung. 

Nicht wenige spezielle Personengruppen, arbeitsunfähig geschriebene Arbeitnehmer gehören nicht dazu, genießen einen besonderen gesetzlichen Kündigungsschutz. Geschützt werden Behinderte, Arbeitnehmer in der Elternzeit, Wehrdienstleistende, Schwangere, Mitglieder des Betriebsrates, Auszubildende plus langjährige tariflich unkündbare Arbeitnehmer. 

Um rechtzeitig gegen eine Kündigung vorzugehen, bleiben dem betroffenen Arbeitnehmer nur drei Wochen. Nachdem diese Frist vorüber ist, kann nur in seltenen Ausnahmen noch eine Kündigungsschutzklage erhoben werden. 

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